Führungszeugnis

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Begriff Definition
Führungszeugnis

Zuständiger Fachdienst: Einwohnermeldeamt
Telefon: 06071 2002 119 oder 2002 319 oder 2002 419
Email: ewo@dieburg.de
Rathaus, Markt 4: Raum 119

Die Erteilung des Führungszeugnisses erfolgt direkt beim Bundeszentralregister in Bonn. Im Einwohnermeldeamt stellen Sie den Antrag auf die Erteilung Führungszeugnisses. Wir haben leider keinen Einfluss auf die Schnelligkeit der Bearbeitung in Bonn. Zwischen Antragstellung und Rückantwort sind in etwa mit 7-10 Tagen zu rechnen.

Wichtig: Es gibt  verschiedene Arten von Führungszeugnissen:

Führungszeugnis für private Zwecke:
Sie sind Privatperson und benötigen ein einfaches Führungszeugnis z.B. für Ihren neuen Arbeitgeber. Dieses Führungszeugnis wird direkt zu Ihnen nach Hause geschickt.

Führungszeugnis zur Vorlage bei einer Behörde:
Wenn Sie ein Führungszeugnis bei einer Behörde vorlegen müssen (z.B. Führerscheinstelle oder Gewerbeamt), so wird dieses Führungszeugnis direkt vom Bundesamt für Justiz in Bonn an die von Ihnen genannte Behörde geschickt. Hierfür ist zwingend ein Verwendungsgrund anzugeben. Sollten Sie Einsicht in dieses Führungszeugnis wünschen, so können Sie dieses bei einem Amtsgericht einsehen.

Erweitertes Führungszeugnis:
Bitte beachten Sie, dass wir nur dann erweiterte Führungszeugnisse beantragen können, wenn von der verlangenden Stelle eine schriftliche Aufforderung vorliegt, in der bestätigt wird, dass die Voraussetzungen des § 30 a Abs. 1 BZRG vorliegen.

Dieses Führungszeugnis soll dem (zukünftigen) Arbeitgeber in weit größerem Umfang Auskunft darüber geben, ob Stellenbewerber wegen bestimmter Sexualdelikte an Kindern und Jugendlichen vorbestraft sind.

Das erweiterte Führungszeugnis enthält zum Zwecke eines effektiven Kinder- und Jugendschutzes also auch minderschwere Verurteilungen zu Sexualstraftaten.

Ein solches „erweitertes Führungszeugnis“ ist nach § 30a Abs. 1 BZRG (Bundeszentralregistergesetz) einer Person nur zu erteilen, wenn
• dies in gesetzlichen Bestimmungen unter Bezugnahme auf § 30a BZRG vorgesehen ist oder
• diese Person bei einem Träger der öffentlichen Jugendhilfe für die
Wahrnehmung der Aufgaben der Kinder- und Jugendhilfe beschäftigt
werden soll oder
• es für eine sonstige berufliche oder ehrenamtliche
Beaufsichtigung, Betreuung, Erziehung oder Ausbildung
Minderjähriger oder eine Tätigkeit benötigt wird, die in
vergleichbarer Weise geeignet ist, Kontakt zu Minderjährigen
aufzunehmen.

Europäisches Führungszeugnis:
Ein Europäisches Führungszeugnis erhalten Personen, die - neben oder anstatt der deutschen - die Staatsangehörigkeit eines oder mehrerer anderer Mitgliedstaaten der Europäischen Union besitzen. Das Europäische Führungszeugnis enthält neben dem deutschen Führungszeugnis die Mitteilung über Eintragungen im Strafregister des Herkunftsmitgliedstaates in der übermittelten Sprache, sofern der Herkunftsmitgliedstaat eine Übermittlung nach seinem Recht vorsieht.

Führungszeugnis zur Verwendung im Ausland:
Behörden verschiedener ausländischer Staaten verlangen zur Anerkennung des Führungszeugnisses unterschiedliche Echtheitsbescheinigungen. Die Echtheit des Führungszeugnisses kann durch eine Überbeglaubigung durch das Bundesamt für Justiz oder die Erteilung einer sog. Apostille bzw. Endbeglaubigung durch das Bundesverwaltungsamt (www.bundesverwaltungsamt.de) bestätigt werden. Ob Sie im konkreten Fall eine Apostille, eine Überbeglaubigung oder eine Endbeglaubigung benötigen, hängt davon ab, in welchem Land das Führungszeugnis verwendet werden soll.

Auskünfte, ob und ggf. in welcher Form eine Echtheitsbescheinigung verlangt wird, erteilen die Botschaften bzw. konsularischen Vertretungen der Länder, in denen das Führungszeugnis vorgelegt werden soll.

Kosten und benötigte Unterlagen: Die Verwaltungsgebühr beträgt 13,00€

Mitzubringen sind:

  • Ausweisdokument
  • Vertretungsvollmacht (bei gesetzlicher Vertretung)
  • Bei Beantragung eines Führungszeugnisses zur Vorlage bei der Behörde: Verwendungszweck und genaue Bezeichnung der Behörde
  • Bei Beantragung eines erweiterten Führungszeugnisses: schriftliche Aufforderung der Stelle, die das erweiterte Führungszeugnis verlangt und in der diese Stelle bestätigt, dass die Voraussetzungen des § 30 a Abs. 1 BZRG vorliegen.

Haben Sie einen neuen Personalausweis mit eingeschalteter Online – Ausweisfunktion?  Dann können Sie das Führungszeugnis auch direkt beim Bundesamt für Justiz beantragen

https://www.fuehrungszeugnis.bund.de/ 

 

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