Leben & Erleben, Klimaschutz

Dieburg radelt wieder für ein gutes Klima


Die Marke, die es zu übertreffen gilt, ist zugegebenermaßen hoch: Im vergangenen Jahr haben bei der Kampagne „Stadtradeln“ rund 550 Teilnehmende in 25 Teams gut 100.000 Kilometer für Dieburg erradelt. Eine stolze Zahl – die es nun zu übertreffen gilt: „Die 100.000 Kilometer aus dem letzten Jahr sind eine Hürde, aber ich bin guter Dinge, dass wir dieses Jahr noch einen draufsetzen können. Hierbei können gerade die Schulen einen großen Beitrag leisten, für die es mit dem ‚Schulradeln‘ noch eine eigene Kategorie gibt“, ruft Dieburgs Klimaschutzmanager Andreas Achilles zur Teilnahme auf. 

Am 7. September startet in Dieburg die diesjährige „Stadtradeln-Kampagne“, bis zum 27. September können dann alle, die in Dieburg leben, arbeiten, einem Verein angehören oder eine Schule bzw. Hochschule besuchen, wann immer möglich aufs Fahrrad steigen. Mit dem gemeinsamen Ziel, möglichst viele Radkilometer zu sammeln – und damit ihren Teil zum Klimaschutz beizutragen. Es können auch Teams gegründet werden, um andere zur Teilnahme zu motivieren und Dieburg gemeinsam zu einer guten Platzierung zu verhelfen.

Seit 2008 treten Dieburgerinnen und Dieburger jedes Jahr bei der Kampagne „Stadtradeln“ des Klima-Bündnisses für mehr Klimaschutz und Radverkehr in die Pedale. Dabei geht es vor allem darum, möglichst viele Menschen für das Umsteigen auf den Drahtesel zu gewinnen – und bestenfalls das Fahrrad auch nach Ende der Kampagne im Alltag regelmäßig zu nutzen. 

Andreas Achilles freut sich, dass die Kampagne in Dieburg so großen Zuspruch findet, denn auch für dieses Jahr läuft das „Stadtradeln“ gut an: Es haben sich bereits jetzt knapp 50 Personen angemeldet – ganz ohne, dass die Kampagne bisher beworben wurde. „Einige Fans des Stadtradelns melden sich schon zu Beginn des Jahres, um den Zeitraum etwa bei der Jahresplanung in Vereinen zu berücksichtigen“, so Achilles. 

Dieburg ist durch das ebene und kompakte Stadtgebiet prädestiniert für die Nutzung des Fahrrads: „Quasi alle Strecken liegen hier im Bereich unter fünf Kilometern“, sagt Achilles. Laut Statistischem Bundesamt nutzen rund 40 Prozent der Berufspendler für Strecken unter fünf Kilometer normalerweise das Auto, bei Strecken von fünf bis zehn Kilometern liegt der Anteil sogar bei rund 70 Prozent. „Hier liegt ein enormes Potenzial für das Fahrrad und für eine dringend nötige CO2-Reduktion im Verkehrssektor“, betont Achilles. 

Stadtradeln Symbolbild


„Stadtradeln-Stars“ gesucht 

Gesucht werden 2024 auch wieder „Stadtradeln-Stars“ in Dieburg, die einen Schritt weiter gehen und in den drei Aktionswochen gänzlich darauf verzichten, ein Auto von innen zu sehen – wobei die Nutzung von ÖPNV erlaubt ist. Im vergangenen Jahr wurde in Dieburg kein „Star“ gekürt, daher noch einmal der Aufruf an alle Fahrrad-Begeisterten, dieses Experiment zu wagen. Wer sich das vorstellen kann, kann sich mit Klimaschutzmanager Andreas Achilles, Telefon (06071) 2002-219, sowie per Mail an klimaschutz@dieburg.de in Verbindung setzen. 

Stadtradeln-App herunterladen

Wer möchte, kann während der Kampagne die kostenlose Stadtradeln-App nutzen, über die Teilnehmende ihre geradelten Strecken via GPS tracken und direkt ihrem Team und ihrer Kommune gutschreiben können. Denn die so erhobenen Radverkehrsdaten werden durch das Klima-Bündnis anonymisiert wissenschaftlich ausgewertet und geben der Stadt dann Auskunft über verkehrsplanerisch wichtige Fragen wie: Wo sind wann wie viele Radlerinnen und Radler unterwegs, wo gerät der Verkehrsfluss ins Stocken, wo sind Wartezeiten an Ampeln unverhältnismäßig lang? 

Außerdem besteht während des Kampagnenzeitraums die Möglichkeit, die Meldeplattform RADar! (www.radar-online.net) zu nutzen, über die Radlerinnen und Radler die Stadtverwaltung auf gefährliche oder störende Stellen im Radwegeverlauf in Dieburg aufmerksam machen können.